Checkliste

By 15. Februar 2019 Immobilienglossar

C – wie Checkliste

Vier Punkte, die ein Immobilienkäufer kennen sollte

Eine Eigentumswohnung kann zweierlei sein: künftiges Eigenheim oder aber auch eine Kapitalanlage. Die richtige Immobilie kann sowohl Sicherheit als auch Rendite garantieren. Allerdings ist es ebenso möglich, bei einer falschen Entscheidung viel Geld in den Sand zu setzen. Damit dies nicht geschieht, sollte man folgende fünf Punkte vor dem Kauf einer Immobilie unbedingt beachten.

Gerade für Menschen, die eine Wohnung oder ein Haus suchen, um selbst darin zu leben, ist es ratsam, langfristig zu planen und das entsprechende Kaufobjekt genau zu prüfen. Dabei sollte vorab klar sein, ob die gewünschte Lage, Größe, Schnitt und die Anzahl der Räume auch zukünftigen Ansprüchen gerecht werden kann, etwa in Bezug auf die Familienplanung.

1. Die Lage

Grundsätzlich ist eine zentrale Lage immer von Vorteil, doch auch darüber hinaus gibt es viele weitere Kriterien, die eine gute Lage auszeichnen. So ist beispielsweise auf eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zu achten sowie auf nahe gelegene Einkaufsmöglichkeiten. Auch das Angebot an Schulen, Kindergärten und die medizinische Versorgung vor Ort sollte in die Entscheidungsfindung einfließen. Zudem kann es ein hilfreiches Indiz sein, zu wissen, ob die Menschen in der entsprechenden Wohngegend längerfristig dort leben oder eine hohe Fluktuation herrscht. Sollte Letzteres der Fall sein, muss man als Vermieter möglicherweise mit Leerständen rechnen.

2. Der Zustand der Immobilie

Beim Zustand des entsprechenden Objekts stellt sich zunächst die Frage, ob es sich um eine Alt-, Neubau handeln sollte. Altbauwohnungen haben vor allem ästhetische Vorteile, wie zum Beispiel verzierte Fassaden wie sie im Jugendstil zu finden sind, hohe Decken und Stuck, die als Mietermagnet fungieren. Doch was schön aussieht, will auch gepflegt werden, weshalb die Instandhaltungskosten häufig höher sind als bei Neubauten. Zudem stehen etliche Altbauwohnungen unter Denkmalschutz, was beispielsweise energetische Sanierungen nur schwer umsetzbar macht. überzeugen vor allem durch den vergleichsweise geringen Energieverbrauch. Da neuere Baumaterialien verwendet wurden, haben Eigentümer zudem oftmals kaum Reparaturkosten zu befürchten.

Bereits vor dem Betreten des eigentlichen Objekts sollte man zunächst die Bausubstanz eingehend prüfen: Ist der Putz schon abblättert oder sind bereits erkennbare Mängel am Dach festzustellen? In den Räumen selbst gilt es vor allem, einen möglichen Schimmelbefall auszuschließen. Wichtig ist diesbezüglich auch eine eingehende Begutachtung des Kellers. Bei unzureichender Belüftung kann hier schnell Schimmel entstehen. Gleiches gilt für das Bad und die Küche. Über die Heizkosten, die nach dem Erwerb auf den Eigentümer zukommen, können bereits die Art und das Alter der Heizung sowie ein Nachweis des Verkäufers zu den bisherigen Kosten Aufschluss geben. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, auch auf scheinbare Kleinigkeiten zu achten, wie zum Beispiel darauf, ob die Steckdosen leicht erreichbar sind. In jedem Fall ist es aber ratsam, vor einem möglichen Kauf einen Sachverständigen hinzuzuziehen, da für einen Laien nicht immer alle möglichen Mängel auf den ersten Blick erkennbar sind.

Mit der Vielzahl der zu prüfenden Faktoren kennt sich ein unerfahrener Käufer meist nur zum Teil aus, weshalb eine kritische Betrachtung des Bauträgers unerlässlich ist.

Eine Übersicht aller zugelassenen Sachverständigen werden unter anderem von den Industriekammern der Bundesländer (IHK) sowie vom Bundesverband öffentlich bestellter und verteidigter sowie qualifizierter Sachverständiger e.V. (BVS) angeboten.

3. Preis und Budget

Ein häufiger Fehler, den Kaufinteressierte häufig begehen, ist, dass nur mit dem eigentlichen Kaufpreis gerechnet wird. Doch zu den Kosten für das Objekt kommen Erwerbsnebenkosten dazu – für Notar, Makler und Grunderwerbsteuer: Schon während des Kaufprozesses fallen Steuern und Gebühren an, die oftmals nicht einkalkuliert werden. Neben den Notar- und Gerichtskosten, die rund zwei Prozent des Kaufpreises ausmachen, schlagen zudem die Maklercourtage mit bis zu sechs Prozent und die Grunderwerbssteuer, die je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent liegt, zu Buche. Das ist insbesondere Relevant für die Finanzierung mittels Immobilienkredit.

4. Vermietungssituation

Zieht man als Investor in Betracht, ein Mietshaus, beispielsweise eine Bestandsimmobilie, zu kaufen, sollte man ein besonderes Augenmerk auf die Mieterstruktur legen. Will der Eigentümer das Mietshaus vielleicht deshalb loswerden, weil eine oder mehrere Mietparteien ihre Miete schon lange nicht mehr zahlen? Auch viele Leerstände im Haus können ein schlechtes Zeichen sein. Möglicherweise wurden notwendige Reparaturen vom Eigentümer nicht durchgeführt, oder aber es möchte keiner in die entsprechende Gegend ziehen.