Dieser Stadt wird das Wachstum nicht so schnell ausgehen. Jährlich ziehen etwa 40.000 Menschen neu in die Metropole, es verlassen sie nur wenige. Der Druck auf den Wohnungsmarkt wächst. Sternförmig vom Alexanderplatz sind freie Wohnungen innerhalb des gesamten Berliner S-Bahn-Rings rar. Die hohe Nachfrage in der City-West zieht sich vom Zoo bis hin zur westlichen Spitze, von Charlottenburg bis kurz vor Spandau. Auch besonders anspruchsvolle Wohnungskäufer finden in Berlin ein geeignetes Domizil für sich oder nutzen es als Kapitalanlage zur Weitervermietung. Junge Paare suchen häufig nach einer großzügig geschnittenen Mietwohnung.

Ein Grund des hohen Zuzugs ist das wirtschaftliche Wachstum. Es entstehen ständig neue Arbeitsplätze. Selbst große IT-Unternehmen wie Google, Microsoft und Facebook haben in Berlin Niederlassungen und in Einzelfällen auch Entwicklungszentren gegründet. Eine größere Zahl an Universitäten zieht Studenten aus Deutschland und ganz Europa an. Diese gut ausgebildeten Kräfte suchen sich anschließend Jobs, beispielsweise bei Start-ups. Berlin ist Start-up-Hochburg und lässt Städte wie München und Düsseldorf weit hinter sich: In der Bundeshauptstadt hat sich die Zahl der innovativen IT-Schmieden seit 2012 verdoppelt. Besonders die Art teils technisch bedingter kreativer Jobs, aber auch neue Ideen im kulturellen Bereich machen Berlin für ein internationales Publikum so beliebt. Nur bei der technischen Infrastruktur gibt es noch Aufholpotenzial. Insgesamt ist Berlin zu einem interessanten Vorbild für andere Städte geworden. Da sollten es sich Investoren nicht nehmen lassen, in diese sich stark wandelnde Stadt zu investieren. Laut der Wirtschaftsberatung PwC gehört Berlin 2016 als einzige deutsche Metropole international zu den zwölf dynamischsten Städten. Untersucht hatte das Institut insgesamt 30 Weltstädte.

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